„Musikvideos in Eigenproduktion“ – Was soll das sein?

18. Oktober 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

In der Kindheits- und Jugendforschung sind >Selbsterzeugnisse< von Kindern und Jugendlichen wie z. B. Tagebücher und Zeichnungen schon lange Gegenstand der Forschung. Seit Ende der 80er Jahre wurden auch zunehmend visuelle und audiovisuelle Materialien untersucht. Bild- und Filmmaterial dienten hier (wie auch in den meister Studien über die Mediennutzng) aber nur zur Dokumentation sprachlicher Äußerungen. Das >Sich-Äußern-Können< in visuellen und audiovisuellen Ausdrucksformen wurde nur in geringen Maße thematisiert (Theunert 1994, S. 399).

Daraus lässt sich die These entwickeln: Wer in der heutigen Gesellschaft etwas über die Vorstellungen, die Lebensgefühle, das Welterleben von Kindern und Jugendlichen erfahren möchte, sollte ihnen die Chancen bieten, sich – ergänzend zu wort- und schriftlichen Formen – auch mittels eigener, selbst produzierter Medien auszudrücken.

Musikvideos im Musikunterricht

Die Brisanz, die Thematik Eigenproduktionen mit Medien stärker insbesondere in die pädagogischen Betrachtungen einzubeziehen, ergibt sich vor allem aufgrund der Veränderungen in der Art und Weise der Wahrnehmung und Aneignung von Wirklichkeit bei Kindern und Jugendlichen. Wie kaum zu bezweifeln ist, ist diese in hohem Maße durch die aktuellen Medien vermittelt.

Musikvideos sind ein wesentlicher Teil der populären Kultur und begeistern ein vorwiegend jugendliches Massenpublikum. Es sind unterschiedlichste Gattungen entstanden, die von aufwendigen Mini-Spielfilmen mit Millionen-Etats über Low Budget-Produktionen bis hin zu komplett im Computer generierten Collagen reichen. Doch in den letzten Jahren hat sich noch ein ganz neuer Bereich etabliert. Da die technischen Voraussetzungen zur Produkton und Distribution fast Null sind, werden auch immer mehr selbstgemachte Homevideos veröffentlicht.

Fragen die man sich nun stellen muss sind: Wie können diese Aktivitäten musikalisch-künstlerisch unterstützt werden? Wie kann das Musikvideo als jugendkulturelles Ausdrucksmedium in den Musikunterricht aufgenommen werden, ohne es zu „pädagogisieren“?

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